Mittwoch, 4. Mai 2022

Evangelische Kirche setzt wieder einmal den Stahlhelm auf, geht es doch gegen "den Russen"

 Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Annette Kurschus  möchte mehr Krieg, mehr Tote, mehr Flüchtlinge und eine größere Verwüstung der Ukraine. Das folgert sich aus ihrer Äusserung: Sie erkenne die vom Deutschen Bundestag beschlossenen Waffenlieferungen als Mittel an, die Ukraine in ihrem, Achtung: Überlebenskampf, zu unterstützen.

Nehmen wir einmal an, Kurschus ist nicht vollkommen deppert, so bleibt nur noch eine Begründung für so viel geäusserten Schwachsinn: Absolute, bedingungslose Bösartigkeit. Sie reiht sich damit nahtlos in die Phalanx ihrer Vorgänger als kirchliche Oberlehrer ein. 

 Der Standpunkt der offiziellen Kirche zum Holocaust dokumentiert dann auch bereits deren erster Ratsvorsitzende (1945 - 1949) Bischof D. Theophil Wurm: Ich bestreite mit keinem Wort dem Staat das Recht, das Judentum als ein gefährliches Element zu bekämpfen. Ich habe von Jugend auf das Urteil von Männern wie Heinrich von Treitschke und Adolf Stoecker über die zersetzende Wirkung des Judentums auf religiösem, sittlichem, literarischem, wirtschaftlichem und politischem Gebiet für zutreffend gehalten, so Wurm 1938. Bereits 1937 hatte Wurm seine Württembergische Landeskirche als "judenreiner als irgendeine andere" bezeichnet.

 Sein Nachfolger als Ratsvorsitzender der EKD, Bischof D. Dr. Otto Dibelius (1949 - 1961) bekannte gar schon vor Hitlers Machtergreifung 1933, im Jahre 1928, er habe sich "immer als Antisemiten gewusst. "Man kann nicht verkennen, daß bei allen zersetzenden Erscheinungen der modernen Zivilisation das Judentum eine führende Rolle spielt. Sibelius hatte schon 5 Jahre vor der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler eine "Lösung " der "Judenfrage" parat: Man solle die jüdische Einwanderung aus Osteuropa unterbinden. Sobald dieses Verbot in Kraft sei, so Dibelius, werde die Zahl der Juden abnehmen. "Die Kinderzahl der jüdischen Familien ist klein. Der Prozess des Aussterbens geht überraschend schnell vor sich."

Dieser Ungeist machte sich auch in Erklärungen zum Kriegsgeschehen breit. Schon einen Tag nach dem Überfall auf Polen durch die Deutsche Wehrmacht, am 1.September 1939 veröffentlichte der evangelische „Geistliche Vertrauensrat“, das damalige Leitungsgremium der Deutschen Evangelischen Kirche folgendes Pamphlet:

„Seit dem gestrigen Tage steht unser deutsches Volk im Kampf für das Land seiner Väter, damit deutsches Blut zu deutschem Blut heimkehren darf. Die deutsche evangelische Kirche stand immer in treuer Verbundenheit zum Schicksal des deutschen Volkes. Zu den Waffen aus Stahl hat sie unüberwindliche Kräfte aus dem Wort Gottes gereicht: die Zuversicht des Glaubens, dass unser Volk und jeder einzelne in Gottes Hand steht, und die Kraft des Gebetes, die uns in guten und bösen Tagen stark macht.“

Wer jetzt Ähnlichkeiten zu Kurschus schwülstigem Text von "...der Ukraine in ihrem Überlebenskampf..." erkennt, der liegt sicher nicht ganz falsch. Und so kommen wieder einmal zu den "Waffen aus Stahl" die "unüberwindliche Kräfte aus dem Wort Gottes". Dieses Mal dargereicht von der EKD-Vorsitzenden Annette Kurschus.

Zu einem wahren Jubelsturm liess sich der "Geistliche Vertrauensrat" und somit die gesamte evangelische Kirche dann nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Sowjetunion 1941 hinreissen:
"Der Geistliche Vertrauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche versichert Ihnen, mein Führer, in diesen hinreißend bewegten Stunden aufs Neue die unwandelbare Treue und Einsatzbereitschaft der gesamten evangelischen Christenheit des Reiches. Sie haben, mein Führer, die bolschewistische Gefahr im eigenen Land gebannt und rufen nun unser Volk und die Völker Europas zum entscheidenden Waffengange gegen den Todfeind aller Ordnung und aller abendländisch-christlichen Kultur auf."

Es hat schon etwas von einem déjà Vu, wenn man die Durchhalteparolen des jetzt und hier mit denen von 1943 vergleicht. Ist hier von einem Kampf der Ukraine für die Freiheit Europas, ja der Welt die Rede, so sprach man damals die offiziell vom "entscheidenden Waffengange gegen den Todfeind aller Ordnung und aller abendländisch-christlicher Kultur"

Hatte doch der Bruder im Glauben von der anderen Seite, der römisch-katholischen Kirche das andere, das nichtmenschliche, ja das tierische des sowjetischen Menschenbereits benannt:
"...Einen Tummelplatz von Menschen, die durch ihre Gottfeindlichkeit und durch ihren Christenhass fast zu Tieren entartet seien. Und warum? Weil man die Ordnung des menschlichen Lebens dort nicht auf Christus, sondern auf Judas aufgebaut hat."

Dass Russen, sagen wir einmal, anders sind als wir ist auch heute wieder Stand der Wissenschaft. So sagte die Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Instituts der Europäischen Union für Sicherheitsstudien Florence Gaubin der ZDF-Sendung "Markus Lanz":
"Ich glaube, wir dürfen nicht vergessen, dass auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind – im kulturellen Sinne". Russen haben einen anderen Bezug zu Gewalt und Tod. Es gibt (bei Russen) nicht diesen liberalen und postmodernen Zugang zum Leben. Das Leben als ein Projekt, das jeder für sich individuell gestaltet. Sondern das Leben kann halt einfach auch mit dem Tod recht früh enden." Weiter sagte sie, Russen gingen dadurch anders damit um, wenn Menschen sterben."

Das Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien ist die offizielle Denkfabrik der EU und somit ist Gaubes Äusserung auch als offizielle Sicht der EU auf die Bevölkerung Russlands und auf die überwiegend russischen Bürger des Donbass zu verstehen.

Wie schön sich doch alles fügt: Der Russe, mehr Tier als Mensch, fühlt keinen Schmerz, er ist nicht in der Lage über den eigenen Tod zu reflektieren und so ist es kein Verbrechen, wenn man einen Russen totschiesst. Denn "...das Leben kann halt einfach auch mit dem Tod recht früh enden."

Rassismus? Nein, Wissenschaft - europäische Wissenschaft im 21. Jahrhundert.

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