Donnerstag, 12. Mai 2022

Auf's falsche Pferd gesetzt

 Das Hauptargument gegen die Ostseepipeline Nordstream 2 war und ist es auch heute noch, da dieses Projekt von der deutschen Bundesregierung unter der Führung von Bündnis 90/Die Grünen bereits im März diesen Jahres zu Grabe getragen wurde, Putin könne uns jeder Zeit erpressen, indem er die Gaslieferungen durch die Ostseeröhre einstelle.

Nun beruht diese Angstmacherei auf keinerlei verifizierbaren Tatsachen, da Russland niemals bisher, trotz aller massiver Spannungen, bis zum verdeckten Kriegseintritt Deutschlands seine Gaslieferungen eingestellt oder reduziert hatte.

 Für diese Reduzierung und somit einem Rückgang der russischen Öllieferung sorgen jetzt unsere neuen Freunde, die Faschisten in der Ukraine. Die teilten am Dienstag überraschend mit, Aufträge für die nahe Luhansk gelegene Messanlage Sochraniwka würden nicht mehr entgegengenommen. Ursache für die Einstellung von ca. 30% der ukrainischen Durchflussmenge sei höhere Gewalt infolge der Kriegshandlungen. Russlands "Besatzung" mache jegliche Kontrolle der Anlage und die der Verdichterstation in Nowopskow unmöglich. 

Das war noch Stand der Dinge bis Mittwoch. Dann behauptete der ukrainische Netzbetreiber GTSOU plötzlich, schuld am Lieferstop über die Schlüsselroute Sochraniwka sei ein Lieferstop durch Gazprom. Es wird also gelogen, dass sich die Balken biegen.

Die Bundesregierung hätte wissen müssen, das die Ukraine in keiner Hinsicht ein verlässlicher Handelspartner ist. Schon mehrfach hat man in Kiew am Gashahn gespielt. Teils weil das heruntergewirtschaftete Land seine Rechnungen nicht bezahlen wollte oder konnte, teils weil Kiew seine politischen Forderungen durchsetzen wollte.

Im Januar 2006, nach einem monatelangen Streit und fast ebenso langer Zahlungsrückstände der Ukraine für den Eigenverbrauch an Gas stellte Gazprom die Lieferungen an Kiew ein. Daraufhin bediente sich die ukrainische Regierung eigenmächtig an den Lieferungen für Westeuropa. Peter Hahne schrieb damals im Kölner Stadtanzeiger: "Russland hat die letzten 30 Jahre jeden Tag völlig zuverlässig geliefert." Und das ist auch bis heute, 13 weitere Jahre später noch nicht anders.

2008/2009 kam es dann wieder zu Auseinandersetzungen über Modalitäten und Preise. Als man sich dann unter Vermittlung der EU auf einen Vertrag geeinigt hatte, stellte die russische Seite bei der Unterzeichnung fest, dass die Ukraine über Nacht heimlich dem Vertrag eine Passage hinzugefügt hatte die besagte, dass die Ukraine den Leitungen kein Gas widerrechtlich entnommen habe und demnach Gazprom auch kein Geld schulde.

Vorfälle wie diese waren schliesslich die Initialzündung für den Bau einer Pipeline durch die Ostsee direkt nach Deutschland. Ausgerechnet diese Pipeline garantiert nun die Lieferung von Erdgas in den von uns benötigten Mengen. Ausgerechnet der deutsche Wirtschaftsminister Habeck, der am liebsten ganz auf Frackinggas aus den USA umstellen würde, sieht sein derzeitiges Überleben im Amt von der Nordstream 1 gewährleistet.

Es ist kaum vorstellbar, dass Olaf Scholz und seine gesamte Bundesregierung das Risiko mit der auf seriös geschminkten Ukraine nicht gesehen haben, angesichts des ukrainischen Personals, von dem kein halbwegs intelligenter Mitteleuropäer mit Sicherheit nicht einmal einen gebrauchten Kleinwagen kaufen würde.

Diese Regierung ist nicht mehr ganz bei Trost oder wird von unseren amerikanischen Freunden dermassen unter Druck gesetzt, dass sie nicht mehr Herr über ihr eigenes Handeln ist.

2 Kommentare:

  1. lol - keine Ahnung was der Herr Schreiberling meint. Krieg ist es jedenfalls nicht. Durch Kriege werden Menschen getoetet, Industrieanlagen und alles andere moegliche an Infrastruktur zerstoert, unbrauchbar gemacht und eliminiert.
    Er ist nun ueber den Unterbruch der Leitung veraergert als ob es sein Eigentum waere. Wenn er Ukrainer als Faschisten darstellt bleibt die Frage, was denn er selbst und seine Regierung ist. Nazis? Ausserirdische? Gute Katholiken? Islamisten? Von Amerikanern Gehirnamputierte und Genmanipulierte Halbaffen? lol - wer nicht ganu bei Trost ist benoetigt keine Regierung - und keine Oelleitung. Soll er doch besser das Maul halten ... lol

    AntwortenLöschen
  2. Lol keine Ahnung was der Kommentar bedeuten soll. Waffen liefern obwohl ein Sieg aussichtslos ist, verlängert den Krieg. Die Ukraine hat ein massives Problem mit Nazis, aber was hat das mit dem Autor und der Bundesregierung zu tun? Rofl

    AntwortenLöschen

Wirtschaftsminister Habeck: „Sommerhitze in Säcke füllen und für den Winter einlagern“

Äusserst verärgert zeigte sich der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck über das deutsche Unwesen über alles und jeden ständig zu jammern...